„Seid Muster, seid Beispiele in allen Ländern, Orten, Inseln, und Nationen, wo immer ihr Euch bewegt, damit Eure Haltung und Euer Leben unter aller Art von Menschen eine Aussage sei. Dann werdet ihr Euch mit Freude in der Welt bewegen und auf das von Gott in jedem Menschen antworten.“ George Fox 1656
Diese Schrift enthält eine möglichst getreue deutsche Übersetzung der englischen Publikation von Hans Weening mit dem Titel: „Meeting the Spirit“. Die Übersetzungsarbeit erfolgte durch die Quäkergruppe von Bern, Schweiz. Nur die Adressen- und die Literaturliste sind im Hinblick auf eine deutschsprachige Leserschaft erneuert worden.
Bern, den
Die Originalpublikation ist erhältlich bei: FWCC Europe & Middle East Section,
Bronwyn Harwood, 1 Cluny Terrace, Edinburgh EH10 4SW, UK
Einleitung 2
Grundlagen des Quäkerglaubens 3
Zusammenkünfte der Quäker 7
Quäkerzeugnisse 10
Quäkerstrukturen 12
Weltfamilie der Freunde 14
Leben und Entwicklung von kleinen Andachtsgruppen 16
Literatur 18
Adressen 19
Die Bewegung der Quäker entstand in England in der Mitte des 17. Jahrhunderts. Ihre Anhänger nannten sich Freunde der Wahrheit, denn sie dachten von sich, dass sie Freunde von Jesus seien (Joh. 15,15). Mit der Zeit wurden sie einfach als Freunde bekannt. Andere gaben ihnen den Übernamen Quäker („Beber“), weil gesagt wurde, sie würden im religiösen Eifer zittern oder beben. Die Freunde haben bald den Begriff übernommen und heute bedeuten die Worte Quäker und Freunde das Gleiche. Die Bewegung der Quäker heisst offiziell Religiöse Gesellschaft der Freunde (Quäker).
Diese Einführung ist ursprünglich für ein Treffen in Litauen vorbereitet worden, um eine Gruppe von neuen Freunden in den Glauben und das Wirken der Quäker einzuführen. Der Text stützt sich auf eine Anzahl von früheren Schriften und Büchern. Ich danke allen Freunden und Organisationen, die mir Unterlagen zur Verfügung stellten, speziell dem Quaker Home Service of Britain Yearly Meeting und der Friends General Conference in Philadelphia. Relevante Quellen und Literaturangaben können in der Literaturliste gefunden werden. Ich danke auch den Freunden, die den Text kritisch durchgeschaut haben.
Diese kurze Einführung ist natürlich nicht in der Lage, alle Aspekte der Freunde und des Quäkertums in genügender Tiefe zu behandeln. Zudem bin ich mir bewusst, dass ich eine subjektive Auswahl von Texten getroffen habe. Dennoch hoffe ich, dass die Schrift denjenigen hilft, die mehr über Quäker, über ihren Glauben, über ihre Ideale und deren Umsetzung wissen wollen.
Ich lade die Freunde ein, diese Publikation in ihre Sprache zu übersetzen und zu verwenden, um andern das Quäkertum zu erläutern. Allerdings haben die Freunde in den vergangenen Jahrhunderten Redewendungen eingeführt und gebraucht, die nur schwer in andere Sprachen übersetzt werden können. Bei der Vorbereitung dieses Textes habe ich versucht, dieses Quäker-Englisch zu vermeiden. Dies war aber weder leicht noch immer möglich.
Für weitere Informationen kann das FWCC-Büro oder die Europe and Middle East Section kontaktiert werden. Die Adressen können auf Seite 19 gefunden werden.
Hans Weening
Die Freunde entwickelten ihre radikale Neudefinition der christlichen Wahrheit im 17. Jahrhundert. In den ersten Jahren war George Fox die treibende Kraft. Im Jahre 1624 wurde er als Sohn eines ziemlich wohlhabenden Webers und einer tief religiösen Mutter geboren. Als ernster, in sich gekehrter und kraftvoller junger Mann fühlte er sich sehr früh zu religiösen Anliegen hingezogen. Aber er war echt schockiert, als er merkte, wie die „bekennenden Christen“ darin versagten, ihren Glauben zu leben.
Auf der Suche nach Spiritualität verliess George mit 19 Jahren sein Elternhaus. Er suchte überall nach religiösen Führern und forderte sie heraus, seine Fragen zu beantworten. Sein Forschen und Wandern dauerte 4 Jahre, aber niemand schien ihn zu verstehen und niemand nahm seinen inneren Konflikt ernst. Allmählich wuchs in ihm die Überzeugung, dass ihm in seinem Inneren Gott die Antwort schon gegeben hatte. Im Jahre 1647 hörte er eine Stimme, die zu ihm sagte: „Es gibt einen und zwar Jesus Christus, der zu Deiner Verfassung sprechen kann“. Diese Erfahrung veränderte sein Leben, seine religiösen Vorstellungen und seine Ansicht über die Beziehung zwischen Mensch und Gott. Er widmete sein restliches Leben der Aufgabe, das neue Verständnis mit anderen Menschen zu teilen.
Weil er seinen religiösen Glauben verbreitete und weil er daraus radikale Konsequenzen zog, war er acht Mal im Gefängnis. Dort wurde er grausam geprügelt, war grossen Spannungen ausgesetzt und musste Entbehrungen ertragen. Dabei erwies er sich als dezidierte, tragfähige Persönlichkeit und war religiös ausserordentlich fähig. Er wird allgemein als Gründer der religiösen Gesellschaft der Freunde betrachtet, und seine Tagebücher und übrigen Schriften bleiben bis heute deren grundlegende Werke. Als hervorragender Bibelkenner schöpfte er in den meisten seiner Schriften aus biblischen Quellen.
George Fox beabsichtigte nie eine religiöse Sekte zu gründen. Er glaubte, dass seine Erkenntnis allgemeiner Natur war, und dass er das ursprüngliche Christentum wieder entdeckt hatte. Eine umfassende Betrachtung seiner Sichtweise ging weit über die institutionellen Grenzen der christlichen Kirche hinaus. Die freudige Wahrnehmung frei zu sein, die er entdeckte, hat sich durch die Geschichte der Quäker bis heute fortgesetzt. Sie stärkte in den Freunden und Freundinnen die Überzeugung, dass Menschen neue Einsichten gewinnen können, wenn sie auf das Leben, das Jesus gelebt hat, Vertrauen setzen und eine eigene Antwort zu geben versuchen.
Im Zentrum des Quäkerglaubens steht die Vorstellung des „Inneren Lichtes“. Sie besagt, dass ein bestimmtes Element von Gottes Geist und von göttlicher Energie in jede menschliche Seele hineingelegt worden ist. Dieses Element war den frühen Quäkern unter verschiedenen Bezeichnungen bekannt: „Das von Gott in jedermann“, „der Same von Christus“, „der Same des Lichtes“. In den Worten des Evangelisten Johannes (1:9) bedeutete es den Freunden: „Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt.“
Im Allgemeinen glauben die Freunde, dass eine unmittelbare Kenntnis von Gott nur durch das möglich ist, was jeder Mensch persönlich erfährt, oder was ihm in seinem Innern durch den erleuchtenden Geist Gottes offenbart wird. Dies erklärt die Haltung der Freunde gegenüber vielem, speziell gegenüber der Person und Bedeutung von Christus, gegenüber den Schriften, der Institution und Autorität der Kirche, den Riten, Symbolen und Sakramenten und ganz besonders gegenüber den inneren Verpflichtungen jeder einzelnen Person.
Die Vorstellung des Inneren Lichtes beinhaltet zwei Aspekte: Erstens macht das Innere Licht Gut und Böse erkennbar. Es zeigt die Gegenwart von beiden im Menschen und bietet durch seine Führung die Möglichkeit zu wählen. Zweitens bringt uns das Innere Licht die Einheit aller Menschen zum Bewusstsein. Freunde glauben, dass die Möglichkeit zum Guten wie zum Schlechten in jedem Menschen angelegt ist.
George Fox bekannte sich dazu, dass es über der Welt einen „Ozean von Dunkelheit und Tod“ gebe. Aber er sah auch, dass über dieser Dunkelheit ein „Ozean von Licht und Liebe“ fliesse, der die unendliche Liebe Gottes offenbare. Die Freunde glauben, dass im Wesen jedes Menschen, der wahrhaftig den Willen Gottes tun will, Gottes Macht, das Böse zu überwinden, verfügbar ist. Wir entscheiden weitgehend selber über unser eigenes Schicksal, weil die Macht zu wählen bei uns liegt. Die Quäker sehen die Erlösung darin, dass es in unserer Macht liegt, „Kinder Gottes zu werden“.
Obwohl das Innere Licht oder der göttliche Geist zu jeder Zeit verfügbar waren, gehen im allgemeinen die Freunde davon aus, dass die Fülle der göttlichen Offenbarung sich im Leben Jesu Christi manifestiert hat: „ ..... wurde Fleisch und wohnte unter uns ...... voll der Gnade und Wahrheit“ (Joh. 1,14)
Einer der spezifischsten Aspekte des Quäkertums ist ein Sinn für die Unmittelbarkeit Gottes, der von gewöhnlichen Männern und Frauen wieder entdeckt worden ist. Die Schriften von frühen Freunden sind voll von Geschichten über „Begegnungen mit Gott“ und „geführt sein durch den heiligen Geist“. Manchmal halfen diese Erfahrungen ihrem Selbstverständnis als Quäker. Gelegentlich empfanden sie ein Bewusstsein für etwas, das als Teil der Absicht Gottes auf dieser Erde getan werden musste. Die Freunde begannen den Begriff Anliegen (concern) zu verwenden, um ihre Erfahrung zu beschreiben, dass Gott zu ihnen sagen könnte: „Das ist es, was getan werden muss – und du musst helfen, es zu tun“
Diese Art der direkten Gotteserfahrung ist nicht einzigartig für die Freunde. Sie ist im Judentum und Christentum gleichermassen bekannt. Die religiöse Gesellschaft der Freunde versucht aber auf besondere Weise, ihre Mitglieder zu unterstützen, solchen Rufen zu folgen. Die Freunde haben sich immer gegenseitig zur Vertiefung in der christlichen Lebensführung ermutigt und darin die Notwendigkeit betont, sich dem heiligen Geist und dem Ruf Gottes zu öffnen.
Die Freunde sind der Ansicht, dass wahre Religion nicht aus Büchern oder vorgegebenen Gebeten, Worten oder Ritualen gelernt werden kann. George Fox nannte diese leere Formen. Als das Quäkertum in England begann, war die Bibel gerade erst in englischer Sprache verfügbar geworden und wurde auf breiter Basis gelesen und zitiert. Die meisten protestantischen Gruppen sprachen ihr in hohem Masse Endgültigkeit und Unfehlbarkeit zu. Das allgemeine Bedürfnis nach einer äusseren massgebenden Norm war sehr ausgeprägt. Bei religiösen Auseinandersetzungen versuchte jede Gruppe mit Hilfe von Bibelzitaten ihre Position zu stützen.
Gelegentlich verfielen die Freunde in dasselbe Muster. Aber sie glaubten auch an eine Offenbarung von Gottes Willen in der Gegenwart, wie es in der Bibel beschrieben ist. George Fox sagte einmal: „Du wirst sagen, Christus sagt dies und die Apostel sagen jenes, aber was kannst Du selber sagen? Bist Du ein Kind des Lichtes und bist Du im Licht gewandelt und kommt das, was du sagst, in deinem Innern von Gott?“
Die Freunde weigern sich, die Bibel zum endgültigen Kriterium für die richtige Lebensgestaltung und die wahre Lehre zu machen. Die göttliche Offenbarung ist nicht auf die Vergangenheit beschränkt. Der gleiche heilige Geist, der in der Vergangenheit die biblischen Schriften inspiriert hat, kann auch Jahrhunderte später glaubende Menschen inspirieren. In der Tat sind gegenwärtige Einsichten aus dem heiligen Geist entscheidend für das richtige Verständnis der Vergangenheit. Die Freunde glauben, dass Gott durch das Innere Licht allen Menschen Zugang zu spiritueller Wahrheit für die heutige Zeit gibt.
Bezüglich formaler Glaubenssätze und theologischer Dogmen unterscheidet sich die Einstellung der Freundinnen und Freunde von derjenigen der meisten Christen. Glaubenssätze bilden nicht die Grundlage für den Zusammenhalt ihrer Gemeinschaft. Die Freunde sind sich bewusst, dass dem verbalen Ausdruck der tiefsten Erfahrungen Grenzen gesetzt sind. Freunde sind sich auch im Klaren darüber, dass Worte die persönliche Überzeugung eines Menschen zu einer bestimmten Zeit adäquat ausdrücken mögen, aber später für die gleiche Person fast sicher unpassend sind. Umso schwieriger ist es, die religiöse Überzeugung einer Gruppe von Menschen zu definieren. Worte und Sätze bieten sich oft für verschiedene Interpretationen an.
Das Fehlen von Glaubenssätzen bedeutet nicht, dass es den Freunden gleichgültig sei, was eine Person glaubt. Sie anerkennen, dass persönliche Überzeugungen das Verhalten essentiell bestimmen. Freunde sind Menschen mit ausgeprägten religiösen Einstellungen, aber es ist ihnen klar, dass diese daran geprüft werden müssen, wie sie sich im Leben auswirken. Viele Freunde sind über den Wert der Theologie verunsichert, weil sie fürchten, dass diese leicht zu Spekulationen und Streit Anlass bietet. Aber alle stimmen darin überein, dass Menschen vernunftbegabt sind und deshalb über das Wesen ihrer religiösen Erfahrungen nachdenken müssen. Freunde werden dazu ermutigt, sich Zeit zu nehmen, um von Erfahrungen über das Innere Licht anderer Menschen zu hören. Die Bibel, die Überlieferungen der Quäker und alle Schriften über die Offenbarungen Gottes sind ihnen wichtig. Aber Gottes Geist wirkt auch bei gewöhnlichen Tätigkeiten und Erfahrungen des täglichen Lebens. Inspiration umgibt uns überall: In der Natur, in der Wissenschaft und Kunst, in unserer Arbeit und in unseren Freundschaften, in unserem Leid und in unserer Freude. Freunde werden aufgefordert, sich neuem Licht zu öffnen, woher immer es kommen mag, aber neue Ideen kritisch zu prüfen. Das Suchen der Freunde und ihre offene Haltung dem Leben gegenüber hat sicher zur Toleranz beigetragen, mit welcher sie anderen Menschen sowie Problemen des Glaubens und Verhaltens begegnen.
Diese Umstände mögen erklären, weshalb die Religiöse Gesellschaft der Freunde unter ihren Mitgliedern eine derartige Weite von religiösen Auffassungen in Übereinstimmung bringen kann. Ungefähr jede Farbe eines religiösen Spektrums scheint sich in den Ansichten der Freunde zu spiegeln. Es gibt Freunde, deren Glauben am besten in der traditionellen Sprache des orthodoxen Christentums ausgedrückt werden kann. Andere Freunde werden am zutreffendsten als religiöse Humanisten beschrieben.
Die Freunde glauben, dass primär das Gebet und die Liebe zu Gott von Bedeutung sind. Dies bringt die künstliche Spaltung zwischen dem Säkularen und dem Religiösen zum Verschwinden und macht alles, was im Geist gelebt wird, zu einem Sakrament. Freunde bezeichnen manchmal traditionelle äusserliche Zeremonien und Sakramente als „leere Formen“ und lehnen sie ab, jedoch ohne die spirituelle Wirklichkeit, die sie symbolisieren, zu verneinen. Die Taufe zum Beispiel bedeutet eine innere oder spirituelle Erfahrung und nicht eine rituelle Handlung. Die Kommunion ist auch spirituell, also eine bewusste Offenheit für das Göttliche und ein Einswerden damit. Obwohl Freunde den Sabbat und christliche Feste ganz unterschiedlich feiern mögen, sind für sie diese Tage nicht heiliger als Wochentage.
Die Freunde betrachten ein Leben nach dem Tode nicht als Vergeltung für Tugend oder als Kompensation für die Leiden des Erdenlebens. Auch wurden weder Angst vor noch Drohung mit Verdammnis eingesetzt, um Freunde zu einem besseren Leben anzuhalten. Die Ansicht der Quäker über die Geschehnisse nach dem Tode sind in der Erfahrung des gegenwärtigen Lebens verwurzelt. Freunde glauben, dass das Leben gut sei, und dass ein wesentlicher Hinweis zu seinem wirklichen Wesen in der gegenseitigen Liebe unter den Menschen besteht.
Die Liebe ist immer von einem Geheimnis umgeben, das die Menschen nicht voll zu durchdringen vermögen, aber die Freunde sind überzeugt, dass der Liebe eine zeitlose Eigenschaft innewohnt. Liebe kann nicht durch Tod zerstört und durch Zeit und Ort begrenzt werden. Diese Überzeugung wird unterstützt durch die Erfahrung der Quäkerandacht und durch das Wissen, dass die Persönlichkeit von Jesus durch seinen Tod nicht vermindert worden ist. Sein Leben gründete auf dem Vertrauen, dass Gott Liebe ist und die Freunde gehen auf diese Liebe ein. Sie erfahren den „Himmel“ im Hier und Jetzt und glauben, dass alles jenseits des Todes für uns gut sein muss.
Freunde entwickeln keine Dogmen über das, was nach dem Tode geschehen wird. Es gibt Freunde, die überzeugt sind, dass es ein Leben nach dem Tode gibt und andere, die vom Gegenteil ebenso überzeugt sind. Aber alle Freunde glauben, dass es wichtiger ist, dieses Leben zu leben und danach zu trachten, die menschlichen Bedingungen dieser Welt zu verbessern, anstatt sich auf Spekulationen über das nächste Leben einzulassen.
ZUSAMMENKÜNFTE DER QUÄKER
Eine Quäkerandacht findet statt, wenn zwei oder mehr Menschen das Bedürfnis empfinden, miteinander still zu sein und Gottes Gegenwart zu suchen. Das kann irgendwo und irgendwann vorkommen, aber die Freunde benützen in der Regel nur dann den Begriff „Meeting for Worship“, wenn es sich um das regelmässige Treffen an einem festgelegten Ort handelt. Im gemeinsamen aufmerksamen Warten in der Stille können die Freunde innere Ruhe, Sinnstiftung für ihr Leben sowie Freude und Staunen über die Schöpfung Gottes finden.
Die Stille wird von den Freunden hoch geachtet. Indem sie Druck und Hetze von sich fern halten, kommen sie dazu, sich des inneren und tieferen Sinns ihres individuellen Lebens und der Gemeinschaft bewusst zu werden. Sie werden befähigt, sich selber allmählich anzunehmen und Angst, Bedrängnis, Verwirrung der Gefühle und Eigennutz loszulassen. Diese Stille ist mehr als ein Fehlen von Geräuschen. Äussere Geräusche können zwar bemerkt werden, wie z.B. ein Hundegebell, ein vorbeifahrendes Auto oder ein rufendes Kind, aber ohne Ablenkung zu sein. Sie werden oft nur unbewusst wahrgenommen, wenn sich Freunde dem von Gott in ihnen zu öffnen versuchen. Robert Barclay, ein früher Freund, beschrieb seine Erfahrung während einer Andacht wie folgt: „Ich fand das Böse in mir schwächer werden und das Gute sich entfalten.“
Im Meeting for Worship ist die Sitzordnung in der Regel kreisförmig oder viereckig, damit sich die Teilnehmer gegenseitig bewusst wahrnehmen können und spüren, dass sie miteinander in der Andacht verbunden sind. Die Anwesenden kommen zur Ruhe und in der gemeinsamen Suche nach Gottes Willen öffnen sie sich für einander. Dies kann rasch erfolgen oder einen grösseren Teil der Andacht beanspruchen, die gewöhnlich eine Stunde dauert.
Die Stille einer Quäkerandacht unterscheidet sich von der Erfahrung einer traditionellen Einzelmeditation, die üblicherweise tief im Innern als hingebungsvolle Übung für die eigene spirituelle Entwicklung stattfindet. Das Hinhören und Warten ist eine gemeinsame Erfahrung in der Suche der Teilnehmer nach einer Begegnung mit Gott.
Die Freunde können ihre Andacht völlig wortlos abhalten, aber meistens gibt es einige kurze gesprochene Beiträge. Dieser „geistliche Beitrag“ (Ministry) soll für alle ausdrücken, was schon in der Stille gegenwärtig ist. Jeder Teilnehmer kann sich zum Sprechen berufen fühlen, ein Mann, eine Frau oder ein Kind, ein Freund oder eine Person, die zum ersten Mal dabei ist. Die Quellen der gesprochenen Beiträge können sehr verschiedener Art sein und ihre Akzeptanz ist ein wichtiger Teil der Quäkerandacht. Weil die Religiöse Gesellschaft der Freunde zur christlichen Tradition gehört, können die Teilnehmer vom Leben und der Lehre Jesu reden. Sie können auch andere Quellen verwenden oder sich auf das Leben im Alltag beziehen. Ohne auf Einzelheiten des Wortlautes zu achten, versuchen Freunde die Botschaften positiv aufzunehmen und die darin enthaltene Wahrheit zu suchen. Wenn Freunde sich genötigt fühlen, auf einen mündlichen Beitrag zu reagieren, sollten sie sehr vorsichtig sein und versuchen, positiv auf dem Gesagten aufzubauen.
In Europa versammeln sich die Freunde in der Regel in Stille und in erwartungsvollem Warten wie oben beschrieben. In anderen Teilen der Welt folgen viele Quäkergemeinden einer Form der Andacht, die derjenigen von protestantischen Kirchen ähnlich ist. Diese Art der Andacht entstand im 19. Jahrhundert in den Vereinigten Staaten. Damals wurde der amerikanische Protestantismus wieder belebt und erneuert. Als Folge von Mission und humanitärer Arbeit gibt es diese Form der Andacht auch in Afrika, Lateinamerika, Indien und Taiwan.
Der Ablauf dieser Andachten wird voraus geplant und kann gesprochenes Gebet, Bibellesung, Predigt, Kirchenlieder, Chor- und Orgelmusik enthalten. Darin kann auch beträchtliche Zeit für stille Andacht enthalten sein. In vielen Fällen wird diese ganz oder teilweise ausgestaltete Andacht durch einen Pfarrer geleitet, der bezahlt wird und in der Quäkergemeinde auch für andere Aufgaben eines Pfarrers verantwortlich ist.
Eine Quäker Geschäftsversammlung wird auch im Sinne einer Andacht abgehalten, entweder an einem Sonntag nach der Andacht oder zu einer anderen passenden Zeit unter der Woche. Neben den Freunden (eingeschriebene Mitglieder) können mit Bewilligung des Clerks (Leiter) der Gruppe auch Freunde der Freunde und Besucher teilnehmen.
Das Ziel einer Geschäftsversammlung besteht darin, den Willen Gottes zu suchen. Es handelt sich nicht darum, dem Willen der Mehrheit zu folgen, da Quäker nicht abstimmen. Es geht darum, im Zusammenhang mit jeder Aussage auf Gott zu hören. Der Clerk hat eine Traktandenliste vorbereitet und leitet die Versammlung oft mit Unterstützung eines Helfers. Der Clerk versucht die Meinungen und die Stimmung der versammelten Quäker zu erfassen. Wenn er das Gefühl hat, dass eine Sache eingehend betrachtet worden ist, macht er oder sie der Versammlung einen schriftlichen Protokollvorschlag (Minute). Dieser enthält die wesentlichen Elemente der Besprechungen und den gefassten Beschluss und muss die explizite oder stille Zustimmung der Versammlung erhalten. Wenn der Clerk nicht in der Lage ist, eine klare Haltung der Versammlung zu spüren, wird keine Entscheidung gefällt und kein schriftlicher Vorschlag festgehalten, sondern nur erwähnt, dass die Versammlung noch nicht bereit ist, sich festzulegen.
Für besondere Gelegenheiten können die Freunde spezielle Zusammenkünfte abhalten. Wie bei anderen Andachten beginnt eine Versammlung, z.B. für eine Hochzeit, mit Stille. Ein Freund wird dann den neu Dazugekommenen und Gästen aus der Familie das weitere Vorgehen erklären. Wenn Braut und Bräutigam sich bereit fühlen, stehen sie auf, nehmen einander bei der Hand und geben vor der Versammlung ein Versprechen ab. Im Anschluss daran geht die Andacht mit einer Zeit der Stille weiter. Aus dieser Stille heraus können gesprochene Gebete oder andere Wortmeldungen herauswachsen, die mit den heiratenden Quäkern zusammenhängen.
Anlässlich eines Begräbnisses oder eines späteren Gedenkens konzentrieren sich die Quäker während der Andacht in Liebe auf das Leben des Verstorbenen. Es gibt dafür keine andere Form als die übliche Andacht. Als Orte kommen das Krematorium, das Grab oder der angestammte Versammlungsort in Frage. Es ist eine Andacht des Dankes für die Gnade Gottes, die sich im Leben des Verstorbenen offenbart hat, und des Trostes und Mitgefühls für die Zurückgebliebenen.
Eine relativ neue Form der Versammlung ist das Gespräch aus der Stille (Englisch: Worship sharing). Es wird manchmal auch als kreatives Zuhören bezeichnet. Der deutsche Ausdruck, Gespräch aus der Stille, weist treffend darauf hin, wie die Zusammenkunft durch Stille „umrahmt“ wird. Das Gespräch aus der Stille kann für das Teilnehmen an persönlichen Erfahrungen und Gedanken über ein bestimmtes Thema sehr nützlich sein. Die Grösse der Gruppe beträgt meistens etwa acht bis zwölf Freunde. Üblicherweise bittet der Betreuer der Gruppe die Anwesenden einige allgemeine Regeln zu beachten, z.B. Sprich erst ein zweites Mal, nachdem alle die Gelegenheit hatten, einmal zu sprechen. Sprich nur von Deiner eigenen Erfahrung. Lass zwischen den Beiträgen Stille zu. Alles was gesagt wird, bleibt innerhalb der Gruppe vertraulich. Kommentiere nicht, was andere gesagt haben. Höre mit Aufmerksamkeit zu und verfalle nicht in eine Diskussion.
Eine solche Versammlung kann einberufen werden, um auf ein besonderes Anliegen zu fokussieren oder um Mitglieder einer Gruppe zu befähigen, sich über mögliche Optionen und Wege in die Zukunft Klarheit zu verschaffen. Sie kann abgehalten werden z.B., um ein Paar unter der Obhut der Quäker auf eine Hochzeit vorzubereiten, um ein Anliegen der Gruppe zu prüfen, um über einen Antrag zur Mitgliedschaft zu entscheiden oder um in einer schwierigen oder wechselvollen Zeit um Wegweisung zu ringen. Eine Versammlung für Klarheit kann auch für Freunde, die in kritischen Lebenslagen schwierige Entscheidungen zu treffen haben, oder für Sterbende nützlich und hilfreich sein.
Kinder und Jugendliche sind auch wichtige Mitglieder einer Andacht oder Versammlung. Aber viele von ihnen finden es schwierig, in einem Meeting for Worship eine ganze Stunde still zu sein. Wenn sie an der Andacht teilnehmen, so bleiben sie in der Regel während der ersten zehn bis fünfzehn Minuten oder kommen vor dem Ende dazu. Während ihrer Abwesenheit können sie biblische Geschichten oder Traditionen der Quäker besprechen, Geschicklichkeit üben, spielen oder andere Aktivitäten betreiben, um ihr eigenes Verständnis und ihre eigene Einsicht zu entwickeln. Für die Gruppe von Kindern und die Jugendlichen besteht das Ziel darin, dass ihnen das Bewusstsein vermittelt wird, ein Teil der Gemeinschaft zu sein. Sie sollen deren spirituelle Traditionen kennen lernen und in der grösseren Gemeinschaft um sie herum zu einer positiven Rolle gelangen. Einige ältere Kinder ziehen es vor, mit den Erwachsenen in der Andacht zu bleiben und leisten manchmal selber gesprochene Beiträge. Bei den Versammlungen junger Freunde wird oft mit verschiedenen Formen von Andacht experimentiert, einschliesslich verschiedener Aspekte von programmierten Andachten und Musik.
QUÄKER ZEUGNISSE
Das Wort Zeugnis wird von Freunden gebraucht, um eine Wahrheit im menschlichen Herzen zu beschreiben, wie sie im Alltag ausgelebt wird. Dabei handelt es sich nicht um blosse Worte sondern um eine Lebensweise. Sie stützt sich auf die Erkenntnis, dass in jedem Menschen „dasjenige von Gott“ ist, dass alle Menschen vor Gott gleichwertig und alles Lebendige untereinander verbunden ist. Quäker Zeugnisse sind positive Aussagen, die aber unter Umständen zu Handlungen führen können, welche gegen gesellschaftlich anerkannte Verhaltensweisen verstossen. Sie sind Ausdruck von gemeinsamen Vorstellungen der religiösen Gesellschaft der Freunde, auch wenn einzelne Freunde sie - entsprechend ihrem eigenen Inneren Licht - verschieden interpretieren. Sie sind nicht wünschbare „Extras“ sondern Früchte, die am Baum des Glaubens wachsen. Zu den grundsätzlichen Quäker Zeugnissen gehören: Wahrheit, Gleichwertigkeit, Frieden, Einfachheit und Gemeinschaft.
Wahrheit ist ein komplexer Begriff. Manchmal wird er für Gott eingesetzt, manchmal für eine Überzeugung, die aus der Andacht herauswächst und manchmal für eine Lebensweise. Es war der Gehorsam gegenüber ihrem Verständnis der Wahrheit, der die frühen Freunde dazu veranlasste, so zu handeln, dass es andere als eigenartig oder sogar provokativ empfanden. Um die Wahrheit zu bezeugen hielten die frühen Quäker öffentliche Andachten, wie auch immer die Strafe dafür aussah. Als Folge ihrer Predigten kamen viele ins Gefängnis. Das Anliegen der Wahrhaftigkeit führte sie vom ersten Tag an dazu, einen Eid zu verweigern. Für sie bedeutete der Eid, dass es zwei Ebenen von Wahrhaftigkeit gibt, doch sie glaubten, dass man immer die Wahrheit sagen müsse. Weil Margaret Fell einen Loyalitätseid auf den König verweigerte, wurde sie ins Gefängnis geworfen und verlor ihr ganzes Vermögen.
Wenn Gott für alle Personen direkt zugänglich ist, und zwar unabhängig von Alter, Geschlecht, Rasse, Nationalität, Ausbildung, ökonomischem und gesellschaftlichem Status, wenn jede Person gleichermassen in Gottes Liebe steht und über das gleiche Potential verfügt, Offenbarungen von Gottes Wahrheit zu erkennen, dann gebührt allen Menschen die gleiche Hochachtung. In jedem Menschen ist jener “Same“, jenes „Licht“ oder „das von Gott“. Für die Freunde bedeutete diese Einsicht von Anfang an Gleichwertigkeit der Geschlechter und der Rassen. In ihr war für England und die englischen Kolonien auch die Forderung enthalten, den mit Reichtum oder Stand begründeten Privilegien ein Ende zu setzen. In Japan und Kenia etablierten die Quäker Mädchenschulen, weil Frauen in den bestehenden Kulturen wie ein Eigentum im Haushalt behandelt wurden. Der Gedanke der Gleichwertigkeit war auch die Grundlage für die Verwerfung der Sklaverei und der Todesstrafe.
Das Friedenszeugnis basiert auf dem oben genannten Verständnis des Wesens von Gott und dem Menschen. Wie kann man ein anderes Kind Gottes umbringen, möglicherweise ein Vermittler von Wahrheit, auch wenn es zur Zeit irregeführt ist. Dieses Zeugnis hat dazu geführt, dass die Freunde jeden Krieg und jede Kriegsvorbereitung ablehnen. Zur Zeit der amerikanischen Revolution wurden vielen Freunden die Mitgliedschaft entzogen, weil sie bei Militäraktionen mitgewirkt hatten. Später setzten sich Freunde, die zum Militär rekrutiert werden sollten, für die Dienstverweigerung aus Gewissensgründen ein. Heute arbeiten einige Freunde daran, dass auch ihre Steuern nicht mehr für militärische Zwecke eingesetzt werden.
Das Friedenszeugnis führte zu Anstrengungen, um die Leiden von Kriegsopfern aller Seiten zu lindern. Es bedeutet auch sich dafür einzusetzen, dass Versöhnungsbemühungen zwischen streitenden Menschen oder Nationen stattfinden. Es beinhaltet zudem ein dauerndes Suchen nach gewaltfreien Methoden der Konfliktlösung z.B. durch Rechtssetzung in Form von internationalen Verträgen oder durch Organisationen wie die Europäische Union oder die Vereinigten Nationen. Es bezweckt auch ein dauerndes Bemühen um Frieden und soziale Gerechtigkeit mit Hilfe gewaltloser Techniken der Mediation von Einzelpersonen oder Gruppen. Der Quaker Council for European Affairs (QCEA) in Brüssel und die Quaker United Nations Offices (QUNOs) in Genf und New York bringen die Ansichten der Quäker in Machtzentren ein, in denen politische, ökonomische und militärische Entscheidungen mit Wirkung auf die ganze Welt gefällt werden.
Die Freunde sind überzeugt, dass die Welt viele Ablenkungen von der Wahrheit anbietet, z.B. das Streben nach Reichtum, Macht oder Vergnügen, die Übertreibungen in Sprache, Mode oder Verhalten und übermässige Geschäftigkeit - sogar, wenn sie für eine gute Sache ist. Gewöhnlich wird die Wahrheit im stillen und ungestörten Warten auf innere Führung gefunden und in der demütigen Einfachheit eines Geistes, der erkennt, dass letztlich Gott für unsere Welt die Sorge trägt und nicht wir selber.
Das Zeugnis der Einfachheit strebt deshalb danach, unsere Aufmerksamkeit auf das zu richten, was essentiell und ewig ist und Ablenkung durch Vergängliches und Triviales zu vermeiden. Eine einfache und ehrliche Sprache ist Ausdruck von Einfachheit. Respekt für Gottes Schöpfung und daraus abgeleitet Sorge für die Umwelt sowie der richtige Gebrauch der Ressourcen dieser Welt sind augenfällige Ausdrucksformen des Zeugnisses. Ein Wirtschaftswachstum, welches auf Extravaganz, Verschwendung und künstlich induzierten Bedürfnissen beruht, wird grundsätzlich als Verletzung des Zeugnisses der Einfachheit betrachtet.
Als gleich geliebte Kinder von Gott sind alle menschlichen Wesen Brüder und Schwestern, eine menschliche Familie, wie gross auch die Unterschiede in Erfahrung, Kultur, Alter, und Weltanschauung sein mögen. Die Freunde haben erfahren, dass das Licht versammelte Gruppen wie einzelne Menschen erleuchten und zu einer Gemeinschaft in Glauben, Gewissen und Erfahrung verbinden kann. Freunde betrachten es als ihre Aufgabe, eine weite Gemeinschaft über unsere ganze Welt zu bilden, indem sie gegenseitig das“ göttliche Potential“, den „Samen“, den „inneren Christus“ und das „Innere Licht“ wahrnehmen und sich darin bekräftigen. Wir müssen lernen, miteinander umzugehen, indem wir das Beste, das wir an einander finden, bekräftigen und unterstützen. George Fox sagte es so: „Wir müssen auf das von Gott in jedem Menschen eintreten“ („..answering that of God in everyone“). Die Freunde glauben, dass sie in einer solchen Gemeinschaft ihre Erfahrung, die Herrschaft, das Erbarmen und die Liebe Gottes bezeugen.
QuäkerStrukturen
Weil Freunde an die Möglichkeit unmittelbarer und direkter Verbindung mit Gott glauben, haben sie kein Bedürfnis nach einem ausgeprägten kirchlichen Verwaltungsapparat, nach Organisation oder Autorität empfunden. In gewisser Weise nehmen die Freunde in ihrem persönlichen Leben die Verpflichtung wahr, Gottes Willen zu ergründen und zu befolgen, wie es für sie stimmt. Dennoch haben sie ein Netzwerk von lokalen, regionalen, nationalen und internationalen Organisationen entwickelt.
Vorbereitungs-, Monats- und allgemeine Versammlungen (Preparative, Monthly and General Meetings)
In den meisten Ländern ist die Monatsversammlung die grundlegende Versammlung der Religiösen Gesellschaft der Freunde. In England und Kenia, z.B., ist die monatliche Versammlung aus mehreren kleineren Vorbereitungsversammlungen zusammengesetzt. In anderen Ländern ist jede lokale Versammlung eine Monatsversammlung.
Monatsversammlungen entscheiden unter anderem über Mitgliedschaften und über die korrekte und regelmässige Durchführung der Meetings for Worship. Die Monatsversammlung ist auch der Ort, an dem ein Mitglied ein besonderes Anliegen – einen spirituellen Auftrag - überprüfen lassen kann. Wenn es der Monatsversammlung angemessen erscheint, kann sie das Anliegen vor die Jahresversammlung bringen.
Da es keine Geistlichen gibt, haben alle Mitglieder Verantwortung für das Leben ihrer Gruppe. Dennoch ernennen alle Vorbereitungs- und Monatsversammlungen einen Clerk (Vorsitzenden). Die meisten Gruppen haben für spezielle Aufgaben Komitees oder Verantwortliche ernannt. Die sog. „Elders“ sind speziell für das spirituelle Leben der Gruppe und für die Durchführung des Meetings für Worship besorgt. Ein äusseres Zeichen ihrer Aufgabe besteht z.B. darin, dass sie die Andacht durch die Darreichung ihrer Hände beenden. „Overseers“ übernehmen eine pastorale Verantwortung für einzelne Freunde, Freunde der Freunde oder Familien. Sie informieren und beraten über Mitgliedschaft und unterstützen bei persönlichen Schwierigkeiten. Sie bleiben auch im Kontakt mit Freunden, die nicht regelmässig zu Andachten kommen können.
In gewissen Ländern treffen sich Freunde von verschiedenen Monatsversammlungen von Zeit zu Zeit zu einer allgemeinen Versammlung (Regional oder Quarterly Meeting). Dort werden eher Themen von allgemeinem Interesse als geschäftliche Angelegenheiten besprochen.
Eine Anzahl von Monatsversammlungen bilden zusammen eine Jahresversammlung, die in Europa meistens ein ganzes Land umfasst. Bei Jahresversammlungen treffen sich die Quäker, um miteinander Anliegen von Monatsversammlungen zu beraten und alle anderen Geschäfte zu entscheiden, die eine gemeinsame Beschlussfassung erfordern. Die meisten Jahresversammlungen haben ein Komitee oder regelmässige Treffen von Vertretern der Monatsversammlungen, um dringendere Geschäfte zu behandeln. Jahresversammlungen können besondere Anliegen oder Aufgaben auch an Ausschüsse delegieren. Viele Jahresversammlungen haben ein Komitee für Öffentlichkeitsarbeit (sog. Outreach) und für Quäkerzeugnisse. Jahresversammlungen oder ihre Komitees können auch Personal für administrative oder inhaltliche Unterstützung anstellen.
Books of Discipline (Bücher des Lebens und Wirkens)
Gelegentlich publizieren grössere Jahresversammlungen eine Anthologie von Schriften aus der ganzen Geschichte der Quäker. Solche Bücher enthalten sowohl spirituelle Erfahrungen von Freunden als auch organisatorische Angelegenheiten der betreffenden Jahresversammlung. Im Gegensatz zum Titel bieten diese Bücher eher Richtlinien an als strikte Regeln.
1995 einigte sich die britische Jahresversammlung auf eine Neuausgabe von „Quaker Faith and Practice“. Dieses Buch enthält auch Ratschläge und spezifische Fragen (Advices and Queries). Sie werden manchmal in der Andacht als Ausgangspunkt für Meditation und zum Nachdenken laut vorgelesen. Sie geben Einsicht in eine ganze Reihe von inneren Einstellungen und Verfahrensweisen der heutigen Religiösen Gesellschaft der Freunde. Auch hier handelt es sich nicht um Regeln, sondern um Hinweise für die Suche nach Liebe und Wahrheit.
Protokolle sind schriftlicher Ausdruck von Übereinstimmung in Geschäftsversammlungen (Sense of the Meeting) und bilden eine wichtige Form der Kommunikation zwischen Vorbereitungs-, Monats- und Jahresversammlungen sowie ihren Komitees. Sie stellen auch historische Dokumente über das Leben und die Anliegen der Freunde und der Religiösen Gesellschaft der Freunde dar. Deshalb werden sie in Archiven sorgfältig aufbewahrt.
Weil die meisten Gruppen nicht abstimmen, gibt es auch keine Wahlen. Die Quäkermethode besteht darin, eine Auswahlkommission zu beauftragen, welche von der ganzen betreffenden Versammlung eingesetzt worden ist und Personen vorschlägt. Die Versammlung wird dann entweder den Vorschlag der Auswahlkommission annehmen oder sie bitten, ihren Vorschlag noch einmal zu bedenken. Auswahlkommissionen erfüllen für die Pflege der Gemeinschaft eine essentielle Rolle, denn das Mischen und Zusammenfügen der verfügbaren Talente erfordert sowohl Urteilskraft als auch Fantasie.
Weltfamilie der Freunde
Das FWCC wurde 1937 an der Weltkonferenz der Freunde in Swarthmore, Pennsylvania (USA) mit folgendem Auftrag gegründet: Es soll in beratender Funktion auf der ganzen Welt das Verständnis unter den Freunden fördern, besonders durch Stimulierung von gemeinsamen Konferenzen und durch gegenseitige Besuche, sowie durch Sammeln und Verteilen von Information über Literatur und Aktivitäten der Quäker.
Ungefähr 60 Jahresversammlungen mit zusammen einer Mitgliederzahl von mehr als 300 000 Freunden sind heute dem FWCC angeschlossen. Vertreter und Gruppen dieser Jahresversammlungen treffen sich alle 3 Jahre zu den sog. „Triennials“. Diese Konferenzen haben zum Ziel, Quäker zusammenzubringen, die darum ringen, den Willen Gottes besser wahrzunehmen, damit sie wirksamer für ihre gemeinsamen Anliegen einstehen können. Ein Interimskomitee trifft sich jährlich, um Entscheidungen des FWCC voranzutreiben und die Arbeit zwischen den Triennials zu unterstützen.
Das Weltbüro in London dient als Zentrum für weltweite Kommunikation. Es hilft bei der Organisation von Triennials und anderen Zusammenkünften und unterhält den Kontakt zwischen den 4 FWCC-Sektionen und den Quäkerbüros bei den Vereinten Nationen in New York und Genf. Freunde, die isoliert leben, und isolierte Andachtsgruppen überall auf der Welt sind mit der Familie der Freunde durch das International Membership Program verbunden. Durch Reisen, Korrespondenz und Veröffentlichungen hilft das FWCC-Büro, ein besseres Verständnis für die weltweite Eigenart der Religiösen Gesellschaft der Freunde und ihre Aufgabe in der Welt zu vermitteln.
Im Jahre 1938, an der 2. FWCC-Konferenz in Vallekilde, Dänemark, kam es zur Anerkennung der Europäischen Sektion des FWCC. Sie wurde 1992 in Europe & Middle East Section (EMES) umbenannt. EMES besteht aus den Jahresversammlungen von Europa und dem Mittleren Osten und versorgt sie. Die Sektion trifft sich jährlich zu einer Versammlung. Der Vorstand besteht aus dem Clerk, dem Kassier und dem Generalsekretär (Executive Secretary). Der Generalsekretär arbeitet in einem Angestelltenverhältnis, die anderen ehrenamtlich. Das Exekutivkomitee besteht aus Clerk, Kassier, Generalsekretär und zwei anderen Mitgliedern. Es kann dringende Geschäfte zwischen den jährlichen Versammlungen entscheiden. Verschiedene Programme wurden aufgestellt, z.B. um Quäker Jugendreisen (Quaker Youth Pilgrimage) zu organisieren, sowie Vertreter von Friedenskomitees (Peace and Service Consultation), von Jahresversammlungen und anderen Gruppen zusammenzubringen.
Ebenfalls 1938 wurde die Amerikanische Sektion des FWCC anerkannt. Sie betreut ungefähr 40 Jahresversammlungen und Gruppen in der westlichen Hemisphäre und trachtet danach, Freunde aus verschiedenen Traditionen zusammenzubringen. Sie fördert Programme wie „Right Sharing of World Resources“, Quäker Jugendreisen und internationale Quäkerhilfe. Im Rahmen der Sektion wird auch sorgfältig ausgesuchte Quäkerliteratur in englischer und spanischer Sprache für Freunde der Freunde in Umlauf gesetzt (Wider Quaker Fellowship). Isolierte Freunde schätzen diese Unterstützung.
Die afrikanische Sektion hat sich 1961 etabliert. Sie unterhält Verbindungen mit Quäkern in West- und Zentralafrika (Ghana, Nigeria, Burundi, Ruanda und Zaire), in Ostafrika (Kenia, Uganda und, Tansania) und Südafrika (Südafrika, Lesotho, Botswana, Malawi, Namibia, Simbabwe und Sambia). Die erste Versammlung von Vertretern der Sektion fand 1975 statt. Der erste Sekretär wurde 1976 bestimmt. Der Rundbrief der Sektion ist ein wertvoller Beitrag zur Kommunikation innerhalb eines so grossen Gebietes. Die Sektion beteiligt sich an verschiedenen Friedens- und anderen Projekten in der Region.
Die Sektion für Asien und Westpazifik nahm ihren Anfang 1985. Ihr erstes Treffen fand 1988 in Tokio während dem Triennial des FWCC statt. Die Sektion bemüht sich darum, die kleinen und zerstreuten Jahresversammlungen in Indien, Japan, Taiwan, Neuseeland, und Australien sowie auch kleine Gruppen in Korea, Hong Kong, Singapur und andernorts zu betreuen. Die Kommunikation erfolgt hauptsächlich durch einen Rundbrief, der von einem ehrenamtlichen Generalsekretär herausgegeben wird. Zusätzlich ermutigt die Sektion gegenseitige Besuche und regionale Zusammenkünfte.
Internationales Komitee für Mitgliedschaft (International Membership Committee)
Die meisten Freunde treten der Religiösen Gesellschaft der Freunde bei, nachdem sie an Andachten einer Gruppe in der Nähe ihres Wohnortes teilgenommen haben. Wenn es keine solche Gruppe gibt, können sie durch das internationale Programm für Mitgliedschaft des FWCC Mitglieder werden. Dieses Programm wurde 1919 durch britische Freunde eingeführt. Die Verantwortung für diese Aufgabe wurde 1979 vom FWCC übernommen, denn es wurde als die geeignete Organisation betrachtet, um diese weltweite Verantwortung zu tragen. Heute gibt es ungefähr 100 Freunde, die auf diese Weise Mitglieder geworden sind.
Das Internationale Komitee für Mitgliedschaft pflegt den Kontakt und unterstützt isolierte Freunde, Andachtsgruppen und auch mehrere anerkannte Meetings. Das Komitee agiert betreffend Mitgliedschaft und Seelsorge als eine Art Monatsversammlung. Jeder Antrag für Mitgliedschaft wird durch das Komitee so sorgfältig behandelt wie in Monatsversammlungen. Freunde werden ernannt, den Antragsteller zu besuchen und mit ihm die Bedeutung der Mitgliedschaft zu erörtern. Sie verfassen einen Bericht für das Komitee, welches die Sache in spiritueller Verantwortung berät.
Eine Anzahl von Organisationen wie die Friends General Conference, das Friends United Meeting, das Evangelical Friends International, führen hauptsächlich in Nordamerika Jahresversammlungen von „programmierten“ und „unprogrammierten“ Andachtstraditionen zusammen. Junge Freunde aus Europa und dem mittleren Osten (Europe & Middle East Young Friends) machen sich zum Ziel, geistige Unterstützung und Kommunikation unter jungen Freunden anzubieten. Mehrere Quäker Studienzentren wie Woodbrooke College in England und Pendle Hill College in den USA bilden Studiengemeinschaften, in welchen Einzelpersonen und Gruppen lernen, neue Ideen erkunden und nach geistigem Wachstum streben können (Siehe Adressliste)
LEBEN UND ENTWICKLUNG VON KLEINEN ANDACHTSGRUPPEN
Viele Einzelpersonen mit Interesse an den Quäkern oder Mitglieder der Religiösen Gesellschaft der Freunde leben in Ländern oder Gegenden, wo es keine Quäkergruppe hat. Diese isolierten Freunde haben oft Probleme, spirituelle Anregung und Unterstützung zu erhalten und dem Quäkertum treu zu bleiben. Deshalb finden sie es manchmal richtig, Andachten anderer religiöser Gruppen zu besuchen.
Viele isolierte Freunde finden es nützlich, bestimmte Zeiten mit ihrem Tagebuch, mit dem Evangelium oder mit Schriften der Quäker zu verbringen. Durch Korrespondenz mit anderen Freunden und Quäkerorganisationen können sie ein Gefühl der Zugehörigkeit zur grösseren Familie der Freunde entwickeln und unterhalten. Das FWCC bemüht sich auch darum, mit diesen Freunden und anderen interessierten Personen in Verbindung zu bleiben und sie in ihrer Region mit anderen zusammenzubringen.
Wenn einmal zwei oder drei Personen oder Familien sich gefunden haben, ist es möglich, dass sie einen Kern bilden, um den sich andere versammeln können. Oft entwickelt sich daraus eine Andachtsgruppe mit Freunden aus verschiedenen Ländern und mit Freunden der Freunde. Es kann auch geschehen, dass Menschen aus verschiedenen Kirchen oder Glaubensrichtungen dazustossen und sich in der Andacht und im Umgang mit Freunden wohl fühlen.
Viele neue Gruppen halten ihre Andachten in Privathäusern ab. Im Anschluss daran pflegen sie informelle Diskussionen bei Kaffee oder einer Mahlzeit. Andachten im privaten Rahmen haben aber auch Nachteile. Manchmal wechselt der Versammlungsort zu häufig und die private Atmosphäre könnte Menschen vom gleichen Ort entmutigen, an den Treffen teilzunehmen. Ein öffentlicher Versammlungsort kann leichter angekündigt und gefunden werden. Leider können viele kleine Gruppen die Kosten dafür nicht aufbringen. Einige stossen auch auf gesetzliche oder kulturelle Einschränkungen.
Wenn sich einmal eine Andachtsgruppe gebildet hat, so ist fast sicher, dass andere Menschen dazu stossen, die noch nie eine Quäkerandacht erlebt haben. In diesem Falle ist es hilfreich, wenn zuvor einige Erklärungen über die stille Andacht und ihren Ursprung gegeben werden. In verschiedenen Gruppen sind kleine Karten mit gedruckten Einführungen verfügbar. Zudem ist es nützlich zu erklären, dass Menschen mit anderen Überzeugungen in der Andacht der Gruppe willkommen sind und nicht der geringste Druck zur Mitgliedschaft besteht. Es ist gar nicht ungewöhnlich, dass Leute aus anderen Konfessionen oder Glaubensrichtungen regelmässig zur Andacht mit kleinen Gruppen stossen.
Oft haben sich kleine Andachtsgruppen ohne Kontakte mit Organisationen der Freunde entwickelt. Aber auch wenn nur zwei oder drei Freunde versammelt sind, kann einer als Kontaktperson zu den Quäkern wirken. Die Gruppe kann sich auch dem Internationalen Komitee für Mitgliedschaft des FWCC anvertrauen. Besuche können ermutigt und Freunde, die in die Gegend ziehen, angekündigt werden. Die zuständige FWCC-Section kann die Gruppe mit anderen Freunden in der Gegend in Verbindung bringen. Teilnahme an Ereignissen der Sektion kann die Kontakte intensivieren.
Es ist nützlich, wenn ein Mitglied der Gruppe die Verantwortung dafür übernimmt, dass immer alle benachrichtigt werden und die Ankündigungen auf dem neusten Stand sind. Es ist gut, wenn diese Aufgabe rotiert oder aufgeteilt wird. Besonders, wenn eine Gruppe noch keine Geschäftsversammlungen abhält und keine Protokolle schreibt, ermöglicht das Führen eines Buches, die Entwicklung der Gruppe zu verfolgen. Die Kosten für Miete, Postgebühren, Ankündigungen und andere Ausgaben sollten festgehalten und entsprechend den Möglichkeiten der Mitglieder fair aufgeteilt werden.
Wenn die Gruppe findet, sie sei bereit, kann sie regelmässige Geschäftsversammlungen abhalten, z.B. alle zwei bis drei Monate. Eine Person kann als Clerk dafür sorgen, dass die Geschäfte nach der Weise der Quäker geführt werden. Die Geschäftsversammlung kann dazu dienen, Gespräche über mögliche Probleme, Wachstum der Gruppe, Kinderprogramm, Finanzen, soziale Anliegen etc. zu führen. Alle regelmässigen Besucher der Andacht, ob Freunde oder Freunde der Freunde, sollten ermutigt werden, an den Geschäftsversammlungen teilzunehmen. Alle können mitwirken und zur Einigkeit beitragen. Erfahrene Freunde können mit Vorschlägen dafür sorgen, dass die Geschäfte im Sinne der Andacht beraten werden.
Wenn einmal die Gruppe beginnt, sich zu entwickeln und Kontinuität und Kraft erwirbt, kann sie den Antrag stellen, zum Internationalen Komitee für Mitgliedschaft des FWCC zu gehören. Dies wird der Gruppe helfen, einen engeren Kontakt mit der Weltfamilie der Freunde zu pflegen. Die Gruppe verfügt dann auch über Ansprechpartner, an die sie sich wenden kann, wenn sie organisatorische oder spirituelle Fragen erörtern, oder wenn sie Anliegen mit einer grösseren Organisation von Freunden teilen möchte.
Wenn die Gruppe und das Internationale Komitee für Mitgliedschaft schliesslich darin übereinstimmen, dass die Zeit gekommen ist, kann die Gruppe den Status einer Monatsversammlung beantragen. Sie trägt dann die Verantwortung für ihre eigenen Angelegenheiten betreffend Mitgliedschaft. Eine blühende Monatsversammlung kann den Kern für eine zukünftige Jahresversammlung bilden.
Befindet sich eine florierende Monats- oder Jahresversammlung innerhalb einer angemessenen Distanz (auch wenn sie in einem anderen Lande ist), kann die Gruppe den Anschluss mit ihr suchen und eventuell später die Anerkennung als eine ihrer Versammlungen beantragen. Sogar wenn die Gruppe sich zu einer direkten Kommunikation mit dem Internationalen Komitee für Mitgliedschaft des FWCC entschlossen hat, kann sie zusätzlich mit der zuständigen Sektion des FWCC den Kontakt etablieren und manchmal auch Verbindungen mit der Jahresversammlung aufnehmen, zu der sie schliesslich stossen möchte.
LITERATUR*
Literatur in deutscher Sprache*:
Entre Amis, Zeitschrift der Religiösen Gesellschaft der Freunde in der Schweiz, c/o Heidi Blocher, Margarethenstr. 63, CH-4102 Binningen
Der Quäker, Zeitschrift mit 6 Ausgaben pro Jahr, Herausgeber: Religiöse Gesellschaft der Freunde, Deutsche Jahresversammlung e.V. Quäkerbüro, Planckstr. 20, D-10117 Berlin
Taber William: Vier Türen zur Andacht, unserem Gottesdienst, Bad Pyrmont 1992
Wood J. Duncan: Die Leute, die man Quäker nennt. Bad Pyrmont 1990
Deutsche Jahresversammlung e. V: Ordnung des Zusammenlebens in der Religiösen
Gesellschaft der Freunde (Quäker), Grundlagen, Erfahrungen, Anregungen. Bad Pyrmont 1997
Deutsche Jahresversammlung e.V.: Quäker Aussagen zu Glauben und Leben 1925-1980. Bad Pyrmont 1987
Friedensausschuss der Deutschen Jahresversammlung: Radikale Hoffnung: Stimmen zur Friedenshaltung deutscher Quäker heute. Bad Pyrmont 1993
Bailey B. und Kämmer H. W.: Ein Ehepaar in Nazi-Deutschland. Leonhard Friedrich überlebt Buchenwald 2001
Sölle, D.: Mystik und Widerstand, „Du stilles Geschrei“. München 1997
Literatur in englischer Sprache**:
Meeting the Spirit von Hans Weening ist im englischen Original verfügbar über: http://www.quaker.org/fwcc/EMES/booklet.html
Punshon John: Portrait in Grey, A Short History of the Quakers, Quaker Home Service/Quaker Life, 1991
Lacout Pierre, God is Silence, 1993

*Deutsche Literatur von Bad Pyrmont kann bestellt werden wie folgt: Leonie Glahn, Bombergallee 9, D-31812 Bad Pyrmont oder über die Homepage, auf der viele weitere Titel verfügbar sind: http://www.quaeker.org/publikationen/aktuelletitle.html
**Englische Bücher sind erhältlich in der Buchhandlung in London. Sie ist erreichbar über: http://www.quaker.org.uk/bookshop/index.html. Die Homepage der Buchhandlung in Philadelphia ist: http://www.quakerinfo.com/
ADRESSEN
Schweiz: The Clerks, Quaker House, 13 av. du Mervelet, CH-1209 Genève, Tel: +41 22 748 48 00, FAX: +41 22 748 48 19, E.Mail: quno@quno.ch
Homepage: www.swiss-quakers.ch
Deutschland:
Quäkerbüro,
Planckstr.20 D-10117 Berli, Tel: +49 30 208 22 84,
FAX: +49 30
208 2284, E-Mail: buero@quaeker.org
Das Quäkerhaus Bad Pyrmont: Leonie Glahn, Bombergalle 9, D-31812 Bad Pyrmont, Tel: +49 5281 44 13, E-Mail: quaekerhaus@quaeker.org.
Österreich: Austria Quaterly Meeting, c/o Ewald Eichler Reisnerstr. 16/4, A-1030 Wien,
Tel/FAX: +43 222 713 42 84, E-Mail: eichlereh@netway.at
Welt: Beratendes Weltkomitee der Freunde (FWCC World Office)
4 Byng Place, London WCIE 7JH, UK, Tel: +44 20 7388 0497; Fax: (+44 20) 7383 4644
E-Mail: world@fwcc.quaker.org
1 Cluny Terrace, Edinburgh EH1045W, UK, Tel: +44-131-447-65 69
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Europa: Quaker Council for European Affairs (QCEA)
Quaker House, 50 Square Ambiorix, 1040 Brussels, Belgium Tel: +32-2-230-4935 ; Fax: +32-2-230-6370 E-Mail: quakers@agoranet.be
Europa: Europe and Middle East Young Friends
Quaker House, 50 Square Ambiorix, 1040 Brussels, Belgium
Tel: +32-2-230 4935 ; Fax: +32-2-230 6370 E-Mail: quakers@agoranet.be
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